{"id":2900,"date":"2020-08-24T15:04:35","date_gmt":"2020-08-24T13:04:35","guid":{"rendered":"https:\/\/bambus-deutschland.de\/?page_id=2900"},"modified":"2020-09-08T22:03:11","modified_gmt":"2020-09-08T20:03:11","slug":"phyllostachys","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/bambus-deutschland.de\/index.php\/arten-und-sorten\/phyllostachys\/","title":{"rendered":"Phyllostachys"},"content":{"rendered":"<p><em>Phyllostachys<\/em> ist eine gro\u00dfe Gattung mit teils baumartigen Bambussen, einzelne Arten (<em>P. edulis, P. bambusoides<\/em>) erreichen in Ostasien bis \u00fcber 20 m H\u00f6he. Diese Gattung besitzt zweifelsohne die gr\u00f6\u00dfte wirtschaftliche Bedeutung au\u00dferhalb der Tropen (Holz, Sprossenproduktion, Handwerksgegenst\u00e4nde). Da <em>Phyllostachys<\/em> aus gem\u00e4\u00dfigten und subtropischen Klimaten stammen, liefern Bambusse dieser Gattung viele wertvolle Gartenpflanzen f\u00fcr Mitteleuropa. In der Regel besitzen die einzelnen Arten akzeptable bis sehr gute Winterh\u00e4rte (<em>P. bissetii, P. aureosulcata<\/em>). Es existieren viele Formen mit auff\u00e4lligen Halmf\u00e4rbungen, bei denen es sich h\u00e4ufig schlicht um somatische Mutationen der jeweiligen Stammform handelt. Alle Arten besitzen leptomorphe Rhizome, d.h. unterirdische Triebe aus deren Seitenknospen Halme oder neue Rhizome hervorgehen k\u00f6nnen. Aufgrund dieser Rhizomstruktur besitzt <em>Phyllostachys<\/em> einen starken Ausbreitungsdrang und die Pflanzen m\u00fcssen bei beschr\u00e4nktem Raum durch Abstechen der Rhizome oder besser durch Rhizomsperren unter Kontrolle gehalten werden. Durch eine Reihe charakteristischer Merkmale ist <em>Phyllostachys<\/em> sehr leicht von anderen Gattungen zu unterscheiden. So sind die Internodien auf einer Seite der Halme \u00fcber den Seiten\u00e4sten stark abgeflacht oder eingekerbt (Sulcus). An den zweigezahnten Knoten bilden sich 2 ungleiche Zweige, selten auch ein viel kleinerer 3. Zweig. Die Halmscheiden fallen sehr rasch ab, noch w\u00e4hrend der Halm L\u00e4ngenwachstum zeigt. Es gibt z.Z. 51 Arten (Flora of China, 2006), rechnet man allerdings die Vielzahl an Formen hinzu kommt man auf \u00fcber 200 verschiedene Pflanzen (International Plant Names Index). Die meisten haben ihren Naturstandort in China, allerdings ist es durch die lange Kulturgeschichte der einzelnen Arten oft schwierig ihren Ursprung sicher zu ermitteln. So sind beispielsweise viele Arten bereits so lange in Japan in Kultur, dass sie fast endemisch erscheinen. Jungpflanzen (S\u00e4mlinge aber auch vegetativ vermehrte) zeigen oft nicht alle charakteristischen Merkmale ausgewachsener Pflanzen. So sind beispielsweise die Bl\u00e4tter atypisch gro\u00df, oder die Halmscheiden nicht typisch gezeichnet. Dies erschwert die ohnehin nicht einfache Identifikation einer Reihe vegetativ recht \u00e4hnlicher <em>Phyllostachys<\/em>. Daher kam es in der Vergangenheit h\u00e4ufig zu Fehlbestimmungen, wodurch Arten unter falscher Botanischer Bezeichnung im Handel sein k\u00f6nnen. Diese Probleme beg\u00fcnstigten auch die Entstehung von Synonymen, da Arten nicht erkannt und dann als neue Art beschrieben wurden. Wir sind bem\u00fcht die Synonyme &#8211; ebenso wie gegebenenfalls vorhandene distinkte Klone einer Art &#8211; unter den &#8222;Bemerkungen&#8220; bei der jeweiligen Artbeschreibung zu erw\u00e4hnen. \u00a9 Steffen Greiner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Phyllostachys ist eine gro\u00dfe Gattung mit teils baumartigen Bambussen, einzelne Arten (P. edulis, P. bambusoides) erreichen in Ostasien bis \u00fcber 20 m H\u00f6he. 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