Fargesia nitida ‘Winter Joy’
| Vorkommen/Herkunft | Fargesia nitida kommt in Gansu, Ningxia, Qinghai und Sichuan zwischen 1900–3200 üNN vor. Die neue Sorte ‚Winter Joy‘ ‘ist ein Sämling der 2005 von Hans. Verweij selektiert wurde. Vermutlich handelt es sich um eine Hybride verschiedenen Fargesia nitida oder zwischen Fargesia nitida und Fargesia murielae ‘Kranich‘, die zeitgleich blühte. |
| Wuchsform |
Horstig, junge Halme aufrecht, ältere auch überhängend.
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| Höhe/Stärke |
Etwa 3 Meter; bis 1,5 cm Durchmesse.
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| Halm/Halmscheiden |
Neue Halme stark bemehlt, bis 1,5 cm Durchmesser, Länge der Internodien bis 11-20 cm, Halmscheiden untypisch für Fargesia nitida meist deutlich kürzer als die Internodien, relativ lange anhaftend.
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| Blatt |
4–10 cm lange und 0,6–1,2 cm breite Blätter, im Winter und bei starker Sonneneinstrahlung Neigung zum Blattrollen. Allerdings weniger ausgeprägt als bei anderen Nitidas
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| Winterhärte |
Sehr gute Winterhärte (deutlich unter -20°C).
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| Standort |
Solitär oder Heckenpflanze für Halbschatten, an Standorten mit ausreichender Luftfeuchtigkeit auch für sonnige Standorte.
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| Gartenpraxis/ Pflegeanforderung |
Durch die Horstwüchsigkeit keine Rhizomsperre notwendig.
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| Topfkultur/ Raumbegrünung | Nicht geeignet für Innerräume, aber wegen der hervorragenden Winterhärte vermutlich gut geeignet auch zur dauerhaften Topfkultur im Außenbereich. |
| Bemerkungen |
Aufgrund der Blüte praktisch aller Fargesia nitida Sorten der alten Generation vor einigen Jahren, gibt es derzeit eine große Anzahl sehr interessanter Sämlinge und Hybriden. Die hier beschriebene ‚Winter Joy‘ ist sicher eine der wüchsigsten.
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Indocalamus herklotsii
| Vorkommen/Herkunft | China, Hong Kong. | |
| Wuchsform |
Ausläufer treibend, buschig, mit dünnen Halmen und großen Blättern. Halme tragen an den oberen Knoten in der Regel nur einen Zweig.
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| Höhe/Stärke | Bis 2 Meter, Halmquerschnitt bis 6 mm. | |
| Halm/Halmscheiden |
Knoten kaum hervortretend, junge Halme sind mit einer wachshaltigen Ausscheidung überzogen. Halmscheiden lederartig, mit Sprenkeln, später brüchig und sehr lange anhaftend.
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| Blatt | Blattspreite groß und dunkelgrün glänzend, lanzettlich oder länglich-lanzettlich, 14-29 × 1-5 cm, kahl, Blatt-Nebennerven 6-9 Paare auf jeder Seite der Mittelrippe, mit dem Auge leicht zu erkennen (Tesselation). | |
| Winterhärte | Trotz der Herkunft und der großen Blätter erstaunlich winterharter Bambus (bis etwa -20 °C). | |
| Standort | Halbschatten bis Schatten. | |
| Gartenpraxis/ Pflegeanforderung | Für schattige Standorte und üppig wachsend. Ausläufer treibend, daher Rhizomsperre empfehlenswert. Das große dunkelgrüne Laub fällt v.a. im Winter sofort ins Auge. | |
| Topfkultur/ Raumbegrünung |
Topfkultur ist wie bei den meisten Bambussen nur gut mit erhöhtem Aufwand (regelmäßig teilen und umtopfen) sowie Winterschutz möglich.
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| Bemerkungen | Schattensolitär oder Flächenpflanzung unter oder zwischen Gehölzen. | |
Phyllostachys vivax McClure
| Vorkommen/Herkunft |
Phyllostachys vivax wird häufig in China kultiviert (Fujian, Henan, Jiangsu, Shandong, Yunnan, Zhejiang). Diese Stammform wurde 1945 von Mc Clure beschrieben und in die USA eingeführt. Etwa 1988 gelangte die Pflanze von dort nach Deutschland.
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| Wuchsform |
Sehr stark ausläuferbildend, in den ersten Jahren schräg, danach fast senkrecht.
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| Höhe/Stärke |
Meist 6-10 m hoch, bei optimalem Standort und ausreichend Platz aber auch bis 15 m Höhe und Halmstärke bis etwa 10 cm möglich.
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| Halm/Halmscheiden | Halme und Sulcus grün, Internodien 18-20 cm lang. Halmscheiden ockerfarben, braun bis schwarz gefleckt, sehr groß. |
| Blatt | Bis 20 cm lang und 2-3 cm breit, im oberen Bereich der Halme volle Belaubung. |
| Winterhärte | Nahe -20°C, ähnlich zu den anderen Phyllostachys vivax-Formen |
| Standort |
Solitär oder Hain für sonnige Standorte, windgeschützt pflanzen.
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| Gartenpraxis/ Pflegeanforderung | Durch den starken Wuchs und die enorme Rhizombildung ist eine größere Fläche notwendig (20 m² oder mehr), außerdem ist die Ausbreitung durch Rhizomsperre oder Abstechen unter Kontrolle zu halten. |
| Topfkultur/ Raumbegrünung |
Nicht geeignet für Innerräume.
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| Bemerkungen | Sicher einer der größten Phyllostachys im mitteleuropäischen Klima. Zeichnet sich durch enorme Wüchsigkeit und relativ gute Winterhärte aus. |
Shibataea kumasaca
| Vorkommen/Herkunft | Provinzen Fujian und Zhejiang im Osten Chinas sowie Taiwan und Japan. | |
| Wuchsform |
Kompakt, niedrig wachsend mit außergewöhnlich geformtem Blattwerk und einer interessanten Zick-Zack Wirkung durch die Blattanordnung. Langsam und flächig wachsend, leptomorph, jedoch mit kurzen Ausläufern.
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| Höhe/Stärke | In unseren Breiten 80 cm bis 1,50 m hoch, in Japan bis zu 2 Metern. Halmdurchmesser nur 3-4 mm. | |
| Halm/Halmscheiden |
Abgeflachte Halmseite. Internodien glänzend und glatt, Nodien erscheinen deutlich. Halmscheiden hellbeige, papierartig sowie behaart und am äußeren Rand bewimpert. Pro Nodium 3-5 Seitenzweige (gelegentlich 6).
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| Blatt | Zweigenden haben jeweils 1 oder 2 Blätter. Laub anfangs leuchtend hellgrün, später tiefgrün. Blattbasis breit keilförmig bis rund, am Ende spitz zulaufend. 2,5-18 × 0,6-3,5 cm. Blätter zeigen ein deutliches rechteckiges Mosaik (Tesselation). | |
| Winterhärte | Winterhärte sehr gut ( -20°C und mehr). | |
| Standort | Halbschattig bis tiefer Schatten. Feuchter Standort und erhöhte Luftfeuchte sind von Vorteil. | |
| Gartenpraxis/ Pflegeanforderung | Weil die Blätter im Laufe des Jahres an der Spitze eintrocknen können, ist ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr möglich. Im Frühsommer erscheint die Pflanze wieder frischgrün mit neuem Austrieb. | |
| Topfkultur/ Raumbegrünung |
Topfkultur ist wie bei den meisten Bambussen nur mit erhöhtem Aufwand (regelmäßig teilen und umtopfen) sowie Winterschutz möglich. Nicht zur Raumbegrünung geeignet.
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| Bemerkungen/Gärtnerische Verwendung | Vielseitig einsetzbar. Geeignet als Solitär, auch vor höheren Bambusarten. Zur Flächenbepflanzung, für niedrige Hecken oder für Formschnitte. Die Pflanzen können auch streng kissenartig formiert werden wie in der chinesischen und in der japanischen Gartengestaltung. | |
Tongpeia arachnoides
| Vorkommen/Herkunft | Yunnan, China in höheren Berglagen. Das Saatgut wurde zwischen 2009 und 2014 in einer Höhe von etwa 2.100 m gesammelt. | |
| Wuchsform |
Pachymorph (horstig), aufrecht, auch überhängend je nach Lichtbedingungen, enger Halmabstand (Rhizomhälse 1-20 cm).
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| Höhe/Stärke | In der Heimat China bis 12 m. In Deutschland 6 bis 7 m. | |
| Halm/Halmscheiden |
Neue Halme mit blau-grün-grauer Bemehlung, ältere Halme grün. Bis 2,8 cm Durchmesser, in China bis 5 cm. Internodienlänge 16-21 cm. Halme mit 0,5 cm Wandstärke fast vollholzig.
Halmscheiden: Dreieckig, sehr spitz zulaufend. Beige mit braunen Streifen und kleinen Punkten, kurz behaart. Mit bis zu 30 cm viel länger als die Internodien. Im Folgejahr des Austriebs blättern sie von den Halmen ab.
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| Blatt | Lanzettlich, 10–15 cm × 0,5–1 cm, sehr weich, flaumig behaart. Blattscheiden mit kurzen, hellen Wimpern. Besondere fächerartige Blattstellung wie bei tropischen Arten. | |
| Winterhärte | Winterhärte sehr gut ( -20°C und mehr). | |
| Standort | Halbschatten bis Schatten. Nur in sehr milden Gegenden ausreichend winterhart. Geringe Blattschäden bis etwa -8°C auf. Bei Dauerfrost ab etwa -8°C meist bis zu vollständigem Blattverlust. Halme bleiben vital und belauben sich wieder. | |
| Gartenpraxis/ Pflegeanforderung | Solitär, Sammlerpflanze. Nicht als Sichtschutz zu empfehlen, da je nach Winterverlauf starker Blattverlust möglich. Windgeschützter Standort vorteilhaft. Das zarte Laub verträgt keine Wintersonne. | |
| Topfkultur/ Raumbegrünung |
Ungeeignet als Kübelpflanze. |
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| Bemerkungen/Gärtnerische Verwendung | Dieser pachymorph wachsende Bambus zeichnet sich durch imposante Halme aus, was sowohl die Höhe als auch den Halmdurchmesser betrifft sowie durch die besonders schöne Blattstellung. Diese positiven Eigenschaften werden leider durch die geringe Winterhärte getrübt. | |